Katastrophen

Warum sind Massenhysterien ansteckend? 

Es beginnt mit ein paar Streichen, die im Internet rasante Verbreitung finden: Gruselige Clowns erschrecken Passanten. Im Jahr 2016 entwickelt sich daraus ein weltweites Phänomen, in dem sich Hunderte durch Clowns bedroht fühlen – dahinter steckt in den meisten Fällen nachweislich aber nur Einbildung. Denn tatsächlich neigen Menschen dazu, emotionale und zeitlich nahe liegende Ereignisse mit ihren eigenen Erlebnissen zu verknüpfen. Das gleiche Prinzip steht auch hinter der Arjenyattah-Epidemie von 1983: Ärzte müssen im Westjordanland etwa 1000 über Atemnot klagende Opfer eines Giftgasanschlags behandeln – obwohl sich nirgendwo Gift finden lässt.

 

Überleben Kakerlaken wirklich einen Atomkrieg? 

Tatsächlich haben Kakerlaken gegenüber anderen Organismen einige Überlebensvorteile: Schaben, wie Zoologen die Tiere korrekterweise bezeichnen, halten über längere Zeit zehnmal mehr radioaktive Strahlung aus als beispielsweise Menschen. Doch damit nicht genug: Ihr Immunsystem ist ebenfalls wesentlich robuster als unseres, die Tiere überstehen sogar toxische Substanzen oder hochgefährliche Mikroben. Und dafür brauchen sie nicht einmal einen Kopf: Durch ein im Körper verteiltes Gehirn überleben sie neun Tage mit abgetrenntem Haupt, bevor sie schließlich verhungern …

 

Was steht auf meinem Katastrophenschutzplan? 

Im Fall von Hochwasser, Stromausfall oder Sturm ist Hilfe selbst in einem hochentwickelten Land wie der Bundesrepublik unter Umständen tagelang nicht verfügbar. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfiehlt jedem Bürger, sich für mindestens zwei Wochen ohne Einkauf selbst versorgen zu können. Dazu zählen nicht nur genügend Vorräte an Lebensmitteln (u. a. 28 Liter Wasser, 4,9 Kilogramm Getreideprodukte, 3,6 Kilogramm lagerfähiges Obst bzw. Nüsse pro Erwachsenem) sondern auch ein batteriebetriebenes Radio, Desinfektionsmittel und ein nichtelektrischer Ofen. Nähere Informationen stehen unter www.bbk.bund.de zur Verfügung.

 

Welche Naturkatastrophe war die teuerste? 

Die acht teuersten Desaster weltweit sind allesamt Erdbeben oder tropische Wirbelstürme in Asien oder Nordamerika. Auf Platz eins: das Tohoku-Erdbeben 2011 vor Japan, besser bekannt für die Kernschmelze am Atomkraftwerk Fukushima. Es schlägt mit fast einer halben Billion US-Dollar Schaden zu Buche. Europa erscheint dagegen wie ein Ort der Glückseligen: Die kostspieligste Katastrophe des Kontinents, das Irpinia-Erdbeben von 1980 in Italien mit 116 Milliarden US-Dollar Schaden, reicht gerade einmal für Platz 14. Deutschland taucht auf dieser Liste der Versicherungswirtschaft erstmals auf Rang 24 auf, und zwar mit der „Jahrhundertflut“ 2002 (Schaden: 25 Milliarden US-Dollar).

 

Bildquelle: © Dudarev Mikhail – AdobeStock.com

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